Wettkampf-Recap: 13 Medaillen aus Limburg, Nijmegen und Hamburg
Drei Turniere in zwei Wochenenden: NAGA Germany, Nijmegen Open und AJP Hamburg. Bilanz und die Geschichten dahinter. Nach den Deutschen Meisterschaften ging es für uns nahtlos weiter. Zwei Wochenenden, drei Turniere, Athletinnen und Athleten in unterschiedlichen Hallen, teilweise zeitgleich. Am Ende stehen dreizehn Medaillen, ein paar Geschichten, die erzählt werden müssen, und mehrere Erkenntnisse, mit…
Zum InhaltDrei Turniere in zwei Wochenenden: NAGA Germany, Nijmegen Open und AJP Hamburg. Bilanz und die Geschichten dahinter.
Nach den Deutschen Meisterschaften ging es für uns nahtlos weiter. Zwei Wochenenden, drei Turniere, Athletinnen und Athleten in unterschiedlichen Hallen, teilweise zeitgleich. Am Ende stehen dreizehn Medaillen, ein paar Geschichten, die erzählt werden müssen, und mehrere Erkenntnisse, mit denen wir jetzt arbeiten.
Hier der Reihe nach.
NAGA Germany in Limburg: 5x Gold, 3x Silber
Limburg ist immer eine Reise wert. Diesmal kommen wir mit acht Medaillen zurück.
Jean Riabzev holt sich gleich zwei Goldmedaillen. Gi und No Gi, beide Divisionen. Als Gelbgurt bleibt er weiterhin ungeschlagen. Das ist die Sorte Wettkampf-Konstanz, die in dieser Phase der Karriere nicht selbstverständlich ist.
Emma McDonagh macht da weiter, wo sie eine Woche zuvor bei der Deutschen Meisterschaft aufgehört hatte. Souveräner Sieg in der Expert Division, Gold.
Marcel Dziubek ebenfalls. Eine Woche nach dem DM-Titel direkt der nächste erste Platz in der Expert Division. Diese Konstanz ist genau das, was den Unterschied zwischen einem guten und einem sehr guten Wettkampfjahr macht.
Anton Ackermann trifft auf seinen DM-Finalgegner, gegen den er sich vor einer Woche knapp geschlagen geben musste. Diesmal andersrum: souveräner Gold-Sieg. Solche Revanchen sind sportlich befriedigend und für die mentale Entwicklung eines Athleten Gold wert, auch ohne Medaille.
Lupus Stausberg geht in eine deutlich höhere Gewichtsklasse und kämpft sich bis ins Finale. Dort haarscharf am Sieg vorbei, am Ende Silber. Mehr als respektabel, gerade in dieser Konstellation.
Noah Schicha verliert sein Finale durch Decision. Knapper geht es kaum. Was die Bilanz aber nicht zeigt: Noah hat sich auf dem Weg ins Finale gegen Gegner durchgesetzt, die seit Jahren konstant auf Turnieren gewinnen. Er selbst trainiert seit vier Monaten bei uns im Gi. Diese Silbermedaille ist sportlich deutlich mehr als eine Silbermedaille.
Jonathan Ackermann holt ebenfalls Silber, in einem kleinen Bracket, gegen einen starken Gegner. Erfahrung, die sich auszahlt.
Nijmegen Open: Drei Grüngurte gegen Erwachsenen-Blaugurte
Eine Woche später dann Nijmegen. Wir schicken drei unserer jugendlichen Leistungsträger gegen Adult-Blue-Belts in den Ring. Auf dem Papier ist das ein Sprung. In der Realität auch, aber ein Sprung, der zeigt, dass wir an der richtigen Stelle stehen.
Emma McDonagh ist momentan in einer Form, die schwer zu beschreiben ist. Deutsche Meisterschaft, NAGA, jetzt Nijmegen. Gold in der Blue Belt Adult Division -58 kg. Submissions only. Drei Wochen in Serie, drei verschiedene Turnierformate, drei Goldmedaillen.
Lupus Stausberg hat vor drei Monaten noch -52 kg gekämpft und tritt jetzt in der Adult Blue Belt -64 kg Division an. Erster Kampf: feiner Sieg nach Punkten. Zweiter Kampf: bei 5-0 Führung in eine Armbar gelaufen, die aus dem Nichts kam. Bitter, aber sportlich. Silber, mit einem Match-Verlauf, der für die Analyse interessanter ist als manche Goldmedaille.
Una Stausberg gewinnt ihren ersten Kampf hauchdünn, im zweiten ist Schluss. Es lief nicht rund an diesem Tag. Kommt vor. Silber, nächster Anlauf steht bereits im Kalender.
Marcel Dziubek musste in der -82,5 kg Division der Blue Belt Männer bis eine Stunde vor dem Match noch Gewicht machen. Mit Mut, aber leider auch mit Elektrolytmangel auf die Matte. Am Ende waren die Männer in dieser Gewichtsklasse zu stark. Was wir aus diesem Tag aber konkret mitnehmen: Wir wissen jetzt deutlich klarer, wo der Gap zwischen Jugend- und Adult-Klasse liegt und woran wir bei Marcel als nächstes arbeiten.
AJP Hamburg: Colins Solo-Trip
Während das Team in Nijmegen war, ist Colin allein nach Hamburg zum AJP-Turnier gereist. Das ist eine Sache, die unterschätzt wird – ohne Teamcoaching am Mattenrand zu starten ist mental ein anderes Niveau.
Colin liefert ab: Gold im No Gi, Silber im Gi. Zwei Medaillen, allein, ohne den vertrauten Rahmen. Sehr stark.
Was wir aus diesen zwei Wochenenden mitnehmen
Dreizehn Medaillen in vierzehn Tagen sind eine schöne Zahl. Wichtiger sind aber die Erkenntnisse darunter.
Erstens: Mehrere unserer Jugendlichen sind technisch bereits stabil im Blue-Belt-Adult-Bereich. Das hatten wir vermutet, jetzt haben wir Belege.
Zweitens: Der Weg von Grüngurt-Jugend in die Adult-Blaugurt-Klasse braucht athletische und körperliche Vorbereitung, die über reines Technik-Training hinausgeht. Marcels Erfahrung mit der Weight-Cut-Situation in Nijmegen zeigt genau das. Das fließt jetzt in die Trainingsplanung der nächsten Monate ein.
Drittens: Wettkampf-Dichte funktioniert für uns. Drei Turniere in zwei Wochen, und kein einziger Athlet ist verletzt zurückgekommen. Das ist kein Zufall, sondern Resultat der Art und Weise, wie wir Wettkampfvorbereitung aufgebaut haben.
Und viertens, der wichtigste Punkt: Aus jedem Kampf, ob Sieg oder Niederlage, lassen sich Lehren ziehen. Genau das ist der Unterschied zwischen einem Team, das Medaillen sammelt, und einem Team, das sich konstant weiterentwickelt. Wir sind, glauben wir, ziemlich klar auf dem zweiten Weg.
Wie es weitergeht
Die nächste Wettkampfphase ist bereits im Visier. Welche Turniere als Nächstes anstehen und welche Helios-Athleten dort starten werden, berichten wir hier im Blog laufend. Wer es noch frischer mag, folgt uns wie immer auf Instagram.
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